„Steine zum Sprechen zu bringen“, darin sieht Bodenarchäologe Dr. Jürgen Kneipp vom Büro Erdreich aus Züschen seine Aufgabe. Im Moment versucht er gerade den Steinen, die unter der Grasnarbe rund um die Klosterkirche Spieskappel im Verborgenen schlummern, das Sprechen beizubringen. Helfen tut ihm dabei der Geophysiker Richard Vogt aus Frankfurt, der mit technischem Gerät angerückt war, um eine geophysikalische Prospektion der archäologischen Befundstrukturen durchzuführen. Dahinter versteckt sich ein Apparat, der mit Hilfe eines elektrischen Verfahrens, Spannung im Boden erzeugt. Anhand des gemessenen Widerstandes lässt sich erschließen, wo Steine, Mauerreste und anderes im Erdreich verborgen liegen. Ergänzend kommt ein Bodenradargerät zum Einsatz, das Wellen aussendet. Die Reflexion der Wellen lässt weitere Details früherer Bebauung sichtbar werden. Aus diesen Daten werden dann Karten erstellt, die den Befund der im Boden versteckten Mauern aufzeigen. An zwei Tagen war Richard Vogt tätig ist dabei auf zahlreiche Grundmauern im Bereich des ehemaligen Klosters Spieskappel gestoßen.

Fast 1500 Briefe mit Überweisungsträgern und Infoflyern haben fleißige Helfer in der vergangenen Woche im Pfarramt in Spieskappel eingetütet. Diese werden nun in der nächsten Zeit an die Haushalte in der Kirchengemeinde Spieskappel-Frielendorf verteilt. Damit will der Förderverein darüber informieren, was im Bereich der Klosterkirche in nächster Zeit geplant ist und wie man ganz persönlich helfen kann. Ein Vordruck für den Antrag zur Mitgliedschaft ist auch darin zu finden. Auf dem Foto sind Helfer nach getaner Arbeit mit dem großen Stapel der eingetüteten Briefe zu sehen.

 1500Briefe

Wir hoffen, dass viele Menschen das Anliegen unterstützen, Mitglied im Verein werden, durch Geldspenden und Mitarbeit dabei sind und so die Klosterkirche für die Zukunft fit machen. Danke noch einmal, an alle, die beim Eintüten und Verteilen der Briefe die Arbeit des Fördervereins unterstützt haben.

 

Spieskappel am 24.5.2012

 

An einem Donnerstag Mitte Mai haben sich einige Personen unter Anleitung von Kirchenführer Karl Schmidt aufgemacht, um den Ursprüngen der alten klösterlichen Wasserversorgung auf den Grund zu gehen. Unter einem dicken schweren Eisendeckel nur über einen engen Schacht zu erreichen, finden sich unweit des Brünigsweges, in der Mitte zwischen Spieskappel und Ebersdorf uralte Gewölbe, der sogenannte Kellerborn. Er stammt wohl schon aus der Ursprungszeit des Klosters und war die alte Wasserversorgung der Klosteranlage, die hier in einer Quelle gefasst wurde. Voll Spannung stiegen die Beteiligten in die Tiefe, und konnten dort das kühle Nass finden, aus dem heute noch die Teiche am Brüningsweg ihre Wasserversorgung erhalten.

kellerborn

 

Herr Karl Schmidt schrieb über diesen geheimnisvollen Ort in der Spieskappeler Dorfchronik:

Im Jahr 2007 wurde der Elisabethpfad 2 als grenzüberschreitender Pilgerweg von Eisenach nach Marburg (gleichzeitig Teil des europaweiten Jakobsweges) eingerichtet. Er orientiert sich im Bereich der Gemarkung Spieskappel an der historischen Wegroute der „langen Hessen“. Es ist der Weg den die Heilige Elisabeth auf ihrem weg von Eisenach nach Marburg und Martin Luther auf dem Weg zum Marburger Religionsgespräch 1529 gegangen ist.

Als ein zentraler Anlaufpunkt auf dem Weg hat sich seit der Einrichtung des Pilgerpfades Spieskappel mit seiner Klosterkirche etabliert. So wie Martin Luther 1529 im damaligen Kloster hier Unterkunft fand, kehren auf seinen Spuren jedes Jahr mehrere hundert Pilgerinnen und Pilger (Einzelpilger, Klein- und Großgruppen) im Gemeindezentrum der Kirchengemeinde, Dietrich-Bonhoeffer-Haus, im Pfarrhaus und bei Familien in den Orten am Elisabethpfad ein. Ein besonderer Höhepunkt ist hier vor Ort der Besuch der alten romanischen Klosterkirche mit ihrer besonderen Atmosphäre. Wir wollen bei einer anstehenden Sanierung noch stärker diesen Aspekt der Kirche auf dem Weg betonen: Eine einladende, gastliche offene Kirche, als Rast- und Ruheort für Leib und Seele, um auf historischen Spuren, den eigenen Quellen des Glaubens nachspüren

Im Evangelischen Pfarrhaus wurde dafür im Jahr 2011 schon ein einfaches Pilgerquartier errichtetet, das sehr gut angenommen wird. Als nächster Schritt steht nun die Restaurierung der Klosterkirche an.

Sonntag, 13.05.2012

18:00 Uhr

 

Yiddische Musik

Vokalenensemble Anklang und Instrumentalensemble unter der Gesamtleitung von Stefan Reitz

Samstag, 16.06.2012

19:00 Uhr

 

Orgelkonzert mit Lesungen

Kantor Jens Koch

Sonntag, 09.09.2012

17:00 Uhr

 

Sinfonische Musik für Orgel, Blechbläser und Schlagwerk

Landeskirchenmusikdirektor Uwe Maibaum (Marburg) - Orgel und die Bläsergruppe des Posaunenwerkes der Ev. Kirche von Kurhessen-Waldeck unter der Leitung des Landesposaunenwartes Ulrich Rebmann

 

Sonntag, 07.10.2012

18:00 Uhr

 

Solistische als auch kammermusikalische Werke verschiedener Epochen für Holzbläser, Streicher und andere Instrumente

Lehrerkonzert der Musikschule des Schwalm-Eder-Kreises

Sonntag, 11.11.2012

19:30 Uhr

 

Gospelkonzert: „God is able“

mit dem Gospelchor „Song of Joy“ aus Verna und dem Popkantor der Landeskirche Peter Hamburger am Piano unter der Gesamtleitung von Karin Stiel-Stracke

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